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Giovanni Ferro
Teatro d'Imprese di Giovanni Ferro all' Ill. Mo: e R.mo S. Cardinal Barberino Parte Prima
Venedig, 1623
Gedruckt bei Giacomo Sarzina
 
Mit etwa 600 abgebildeten Impresen ist Giovanni Ferros 'Teatro d’Imprese' eines der umfangreichsten italienischen Impresenwerke. Es erschien verhältnismäßig spät (1623) und kann auf eine reiche Tradition italienischer und französischer Impresenkunst und europäischer Emblematik (vor allem Joachim Camerarius) zurückgreifen. Autoren, bei denen sich Ferro Anleihen nimmt (unter anderen Aresi, Bargagli, Camilli, Capaccio, Contile, Giovio, Pittoni, Ruscelli), werden zum Teil in hochovalen Medaillons auf dem Titelkupfer zum ersten Teil porträtiert. Gewidmet ist der Band dem Kardinal Maffeo Barberini, der im Jahr der Veröffentlichung zum Papst gewählt wurde (Urban VIII.).
Der erste Teil besteht aus theoretischen Traktaten und bietet abgesehen von einer Tafel mit 16 Impresen, die alle im zweiten Teil wiederabgebildet und ausführlich kommentiert werden, keine Picturae; er wurde einerseits aus konservatorischen Gründen digitalisiert, aber auch weil in den einzelnen Kapiteln immer wieder Bezug auf Abbildungen im zweiten Teil genommen wird, so daß - bei geduldiger Suche - hier Ergänzungen zu den Ausführungen in Teil II zu finden sind.
Digitalisiert wurde der gesamte Band, weggelassen wurden nur die leeren Seiten hinter dem Schmutztitel, dem ersten und zweiten Titelkupfer, sowie die Leerseite vor dem Porträt Maffeo Barberinis im Teil I (nicht dagegen die Leerseite vor dem Porträt von Ferro vor der Seite 1 im zweiten Teil).
Die auf Maffeo Barberini als Träger angelegten Impresen stammen wohl von Ferro selbst, gehören zu den ansprechendsten und künstlerisch aufwendigsten des Bandes, während die aus verschiedenen Quellen zusammengetragenen anderen in der Qualität der Ausführung divergieren. In der Mehrzahl werden die Picturae in einem kreisrunden Feld gezeigt, das in ein rechteckiges, einfach schraffiertes eingelassen ist. Bei einigen Impresen wird dieses Feld wiederum von einem breiten Rahmen mit Tieren, Pflanzen oder in Medaillons eingelassenen mythologischen Szenen gerahmt, ohne daß der Bezug zur eigentlichen Pictura immer einleuchtend wäre. Möglicherweise wurden verschiedene Holzschnitte und Kupferstiche, die für ältere Werke angefertigt wurden, direkt übernommen. Die beiden Titelkupfer sowie das Porträt Maffeo Barberinis signierte der Zeichner und Kupferstecher Gaspare Grispoldi (1. Hälfte 17. Jh.), zu weiteren Stechern haben wir keine Angaben.
Die Quellenangaben in den Randglossen konnten oftmals nicht verifiziert werden, da die Abbreviaturen nicht immer klar einem älteren Impresen- oder Emblemwerk zuzuordnen waren. Sie wurden in solchen Fällen unter Hinzufügung eines Fragezeichens in das Feld 'Quelle' in die Datenbank übernommen. Eine gründliche und erschöpfende Aufarbeitung der Quellenrezeption im 'Teatro d’Imprese' würde einen Arbeitsaufwand erfordern, der im Rahmen dieses Projektes nicht zu leisten war. Hingegen konnten des öfteren mögliche Quellen bestimmt werden, die Ferro in seinen Glossen nicht nennt (so des öfteren Pittoni: 'Imprese di diversi Prencipi', und Ruscelli: 'Imprese illustri'). Verweise auf die sechsbändige Predigtsammlung des Theologen Paolo Aresi ('Delle sacre imprese', 1629-1635) wurden wegen des späteren Erscheinungsdatums seiner 'Sacre Imprese' in das Feld 'Rezeptionszeugnis' eingetragen, obwohl Ferro ihn unter die Porträtmedaillons seiner Gewährsmänner im Titelkupfer des ersten Teils einreiht.
Der erste Teil wurde in der Internet-Präsentation nach den einzelnen Kapiteln gegliedert. Da im zweiten Teil keine Gliederung nach Personen, deren Stand erkennbar ist oder die gezeigten Gegenstände in ein ordo-System eingefügt wären, erschien es zweckmäßig, die Gliederung nach dem Alphabet vorzunehmen, dem folgend die einzelnen res präsentiert werden.
Mehrere ausführliche Register erleichtern die Benutzung des Werkes, so zu den res, den über 4000 Motti in verschiedenen Sprachen (die italienischen Motti werden buchstabenweise nach den lateinischen aufgeführt), den Impresenträgern, erwähnten Akademien und Städten. Außerdem gibt Ferro in einem Verzeichnis die von ihm benutzten Quellen an.
Biographische Angaben zu den Impresenträgern wurden, soweit möglich, am 'Archivo Biografico Italiano' bzw. für Träger anderer Nationalitäten an den entsprechenden biographischen Archiven überprüft.
 
Bibliographie: Landwehr (1976), Nr. 295 .
 
Künstler: Gaspare Grispoldi
 
Sprache(n): it.     -     Kollation: [XVI] Bl., 296 S.     -    Format: 2
Exemplare: ZIKG: SB 223/10 R    -    Signatur: BSB: 2 L.eleg.m. 52








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Giovanni Ferro
Teatro D'Imprese ... Parte Seconda
Venedig, 1623
Gedruckt bei Giacomo Sarzina
 
Mit etwa 600 abgebildeten Impresen ist Giovanni Ferros 'Teatro d’Imprese' eines der umfangreichsten italienischen Impresenwerke. Es erschien verhältnismäßig spät (1623) und kann auf eine reiche Tradition italienischer und französischer Impresenkunst und europäischer Emblematik (vor allem Joachim Camerarius) zurückgreifen. Autoren, bei denen sich Ferro Anleihen nimmt (unter anderen Aresi, Bargagli, Camilli, Capaccio, Contile, Giovio, Pittoni, Ruscelli), werden zum Teil in hochovalen Medaillons auf dem Titelkupfer zum ersten Teil porträtiert. Gewidmet ist der Band dem Kardinal Maffeo Barberini, der im Jahr der Veröffentlichung zum Papst gewählt wurde (Urban VIII.).
Der erste Teil besteht aus theoretischen Traktaten und bietet abgesehen von einer Tafel mit 16 Impresen, die alle im zweiten Teil wiederabgebildet und ausführlich kommentiert werden, keine Picturae; er wurde einerseits aus konservatorischen Gründen digitalisiert, aber auch, weil in den einzelnen Kapiteln immer wieder Bezug auf Abbildungen im zweiten Teil genommen wird, so daß - bei geduldiger Suche - hier Ergänzungen zu den Ausführungen in Teil II zu finden sind.
Digitalisiert wurde der gesamte Band, weggelassen wurden nur die leeren Seiten hinter dem Schmutztitel, dem ersten und zweiten Titelkupfer, sowie die Leerseite vor dem Porträt Maffeo Barberinis im Teil I (nicht dagegen die Leerseite vor dem Porträt von Ferro vor der Seite 1 im zweiten Teil).
Die auf Maffeo Barberini als Träger angelegten Impresen stammen wohl von Ferro selbst, gehören zu den ansprechendsten und künstlerisch aufwendigsten des Bandes, während die aus verschiedenen Quellen zusammengetragenen anderen in der Qualität der Ausführung divergieren. In der Mehrzahl werden die Picturae in einem kreisrunden Feld gezeigt, das in ein rechteckiges, einfach schraffiertes eingelassen ist. Bei einigen Impresen wird dieses Feld wiederum von einem breiten Rahmen mit Tieren, Pflanzen oder in Medaillons eingelassenen mythologischen Szenen gerahmt, ohne daß der Bezug zur eigentlichen Pictura immer einleuchtend wäre. Möglicherweise wurden verschiedene Holzschnitte und Kupferstiche, die für ältere Werke angefertigt wurden, direkt übernommen. Die beiden Titelkupfer sowie das Porträt Maffeo Barberinis signierte der Zeichner und Kupferstecher Gaspare Grispoldi (1. Hälfte 17. Jh.), zu weiteren Stechern haben wir keine Angaben.
Die Quellenangaben in den Randglossen konnten oftmals nicht verifiziert werden, da die Abbreviaturen nicht immer klar einem älteren Impresen- oder Emblemwerk zuzuordnen waren. Sie wurden in solchen Fällen unter Hinzufügung eines Fragezeichens in das Feld 'Quelle' in die Datenbank übernommen. Eine gründliche und erschöpfende Aufarbeitung der Quellenrezeption im 'Teatro d’Imprese' würde einen Arbeitsaufwand erfordern, der im Rahmen dieses Projektes nicht zu leisten war. Hingegen konnten des öfteren mögliche Quellen bestimmt werden, die Ferro in seinen Glossen nicht nennt (so des öfteren Pittoni: 'Imprese di diversi Prencipi', und Ruscelli: 'Imprese illustri'). Verweise auf die sechsbändige Predigtsammlung des Theologen Paolo Aresi ('Delle sacre imprese', 1629-1635) wurden wegen des späteren Erscheinungsdatums seiner 'Sacre Imprese' in das Feld 'Rezeptionszeugnis' eingetragen, obwohl Ferro ihn unter die Porträtmedaillons seiner Gewährsmänner im Titelkupfer des ersten Teils einreiht.
Der erste Teil wurde in der Internet-Präsentation nach den einzelnen Kapiteln gegliedert. Da im zweiten Teil keine Gliederung nach Personen, deren Stand erkennbar ist oder die gezeigten Gegenstände in ein ordo-System eingefügt wären, erschien es zweckmäßig, die Gliederung nach dem Alphabet vorzunehmen, dem folgend die einzelnen res präsentiert werden.
Mehrere ausführliche Register erleichtern die Benutzung des Werkes, so zu den res, den über 4000 Motti in verschiedenen Sprachen (die italienischen Motti werden buchstabenweise nach den lateinischen aufgeführt), den Impresenträgern, erwähnten Akademien und Städten. Außerdem gibt Ferro in einem Verzeichnis die von ihm benutzten Quellen an.
Biographische Angaben zu den Impresenträgern wurden, soweit möglich, am 'Archivo Biografico Italiano' bzw. für Träger anderer Nationalitäten an den entsprechenden biographischen Archiven überprüft.
 
Bibliographie: Landwehr (1976), Nr. 295.
 
Künstler: Gaspare Grispoldi
 
Sprache(n): it.     -     Kollation: [XC] Bl., 728 S., [2] S.     -    Format: 2
Exemplare: ZIKG: SB 223/10 R    -    Signatur: BSB: Res/2 L.eleg.m. 52








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