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Funeris solemnia
München, 1763
 
Der Münchner Kupferstecher Franz Xaver Jungwierth (1720-1790) bearbeitete und publizierte unter Mitarbeit von Ignaz Schilling im vorliegenden Werk die Embleme und Inschriften, mit denen die Theatiner anläßlich der Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Kardinal Johann Theodor von Bayern im Februar 1763 die Münchener Theatinerkirche geschmückt hatten.
Johann Theodor (09.03.1703-27.01.1763) bekleidete seit 1719 das Amt des Bischofs von Regensburg. Später kamen noch die Episkopate von Freising (1727) und Lüttich (1744) hinzu. 1746 wurde Johann Theodor zum Kardinal ernannt. Er war der zweitjüngste Sohn des bayerischen Kurfürsten Maximilian II. Emanuel (1662-1726) und hatte seinen ältesten Bruder und Nachfolger des Vaters im Kurfürstenamt, Karl Albrecht (1697-1745), der von 1742 auch als Kaiser Karl VII. amtierte, um 18 Jahre überlebt.
Die 'Funeris Solemnia' umfassen 16 paginierte Blätter, welche neben Widmung, Castrum doloris und Inschriften auch acht Embleme enthalten. Diese loben jeweils eine besondere Tugend des verstorbenen Bischofs. Alle Sinnbilder und auch die gestochenen Subscriptiones sind von einem kunstvollen barocken Rahmenwerk umgeben.
Jungwierth und Schilling haben die Tafeln 3 und 5 signiert, Jungwierth hat auch die Widmung unterzeichnet (Taf. 2) und nennt sich auch auf dem Titelblatt.
 
Bibliographie: Kemp / Schilling S. 302f.
 
Künstler: Franz Xaver Jungwierth; Ignaz Schilling
 
Sprache(n): lt.
Exemplare: BSB: Chalc 61 a    -    Signatur: BSB: Chalc 61








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Johann Edlweckh
Triumphus virtutum in funere Caroli VII. Romanorum imperatoris semp. Aug. Superstes, et solemnium occasione exequiarum in electorali templo clericorum regularium, vulgo Theatinorum, Monachii X. Kal. Apriliis ac deinceps, anno ob tantum funus infausto MDCCXLV. Ad lugentium solamen apparatu litterario celebratus
München, 1745
Gedruckt bei Johann Jakob Vötter in München
 
Kaiser Karl VII. starb am 20. Januar 1745 nach nur dreijähriger Herrschaft im Alter von 47 Jahren im Schloß Nymphenburg. Die Begräbnisfeier fand nach Angabe des Titelblattes im 'Triumphus virtutum' allerdings erst am 23. März statt.
Auch wenn Praz dem 'Triumphus virtutum' keinen Autor zuweist, kann wohl der Theatiner Johann Edlweckh, der die Widmung an den neuen bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph verantwortet, als Urheber des Werkes gelten.
Die Schrift beschreibt und zeigt die Inschriften und Bilder, mit denen die Münchner Theatinerkirche anläßlich der Exequien geschmückt war. Allerdings stellen nur die zwölf als 'Epigrammata emblematica' bezeichneten Stiche vollständige Embleme dar (vgl. emb_edlwe_triump00005-00016). Jedoch sind auch unter den Inscriptiones vier Embleme zu finden (vgl. emb_edlwe_triump00001-00004).
Die vierzehn Elogia (img_edlwe_triump00031-00059) enthalten als Emblemata nuda Adlerembleme, welche das Langhaus vom Chor bis zum Hauptportal zu beiden Seiten säumten und die Leistungen und Tugenden des verstorbenen Kaisers feierten. Am Ende des 'Triumphus virtutum' werden ebenfalls als Emblemata nuda noch ingesamt sechs an verschiedenen Orten in der Kirche aufgehängte Sinnbilder vorgestellt (vgl. img_edlwe_triump00079f.). Die Emblemata nuda wurden nicht in die Datenbank aufgenommen.
Die Emblemtafeln und die Tafel mit dem Castrum doloris sind von Franz Xaver Jungwierth und Nikolaus Gottfried Stuber signiert, den Stich mit der Büste Karls VII. hat Georg Sigmund Rösch unterzeichnet.
Die nach Seite 102 mit neu beginnender Paginierung angehängte Leichenpredigt Edlweckhs wurde bei der Digitalisierung nicht mitberücksichtigt.
 
Literatur: Hess??
Bibliographie: Praz, S. 575.
 
Künstler: Franz Xaver Jungwierth; Nikolaus Gottfried Stuber; Georg Sigmund Rösch
 
Sprache(n): lt.     -     Kollation: 5 Bl., 102 S.
Exemplare: BSB: 2 Bavar. 834 a; : Fiche 2 Bavar. 834 a, Beibd.2; Res/2 Bavar. 834; : Res/2 Bavar. 970,II,16 a; UBM: 0014/W 2 Hist 106    -    Signatur: BSB: Res/2 Bavar. 970,II,16








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