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Fortitudo Leonina in utraque fortuna Maximiliani Emmanuelis V. B. ac Sup. Palat. Ducis, Secundum heroica maiorum suorum exempla herculeis laboribus repraesentata, eidemque ... ab Universa Societatis Jesu per superiorem Germaniam provincia.
München, Maria Susanna Jäcklin, 1715
Gedruckt bei Sebastian Hauser
 
Anläßlich der Rückkehr Max Emanuels aus dem Exil gaben die Jesuiten der Oberdeutschen Ordensprovinz eine mehrteilige, aufwendig gestaltete Festschrift heraus, die in München und unter anderem Titel zugleich in Stadtamhof erschien. Der erste Teil enthält Portrait-Stiche von vierzig Herrschern (von Theodo I. bis Ferdinand Maria), die vor Max Emanuel in Bayern regierten bzw. für die Genealogie der Wittelsbacher reklamiert werden. Den herausragenden Persönlichkeiten Theodo I., Karl dem Großen, Otto von Wittelsbach und Ludwig dem Bayern, die auch auf dem Titelkupfer hervorgehoben werden, sind ganzseitige Stiche gewidmet, die anderen Regenten werden in Medaillons präsentiert, die zu Fünfergruppen zusammengefaßt sind. Jedem Herrscher ist außerdem ein Emblem zugeordnet; die Embleme sind teilweise dem vom Münchener Jesuiten Andreas Brunner 1638 herausgegebenen Werk 'Excubiae Tutelares' bzw. den späteren Ausgaben und Bearbeitungen dieses Werkes entnommen. Die ausführliche Darlegung der Genealogie verfolgt die Absicht, Max Emanuel als einen würdigen Nachfolger zu preisen, der alle Tugenden seiner Vorfahren in sich vereinigt.
Der zweite Teil ist vom Titel her als Zentrum des Werkes anzusehen. Unter Anspielung auf Petrarcas 'De remediis utriusque fortunae' bietet er eine Biographie Max Emanuels in 24 Löwen-Emblemen, die seine Herrschertugenden in Glück und Unglück hervorheben. Jedes zweite Emblem der Serie zeigt den Löwen als Tierkreiszeichen und verdeutlicht die Standhaftigkeit Max Emanuels im Unglück, die anderen Embleme preisen das Wirken des bayerischen Löwen auf Erden und feiern in chronologischer Reihung seine politischen Leistungen und militärischen Erfolge. Jedes der kreisförmigen Löwen-Embleme ist von einem aufwendigen Rahmenwerk umgeben und hat zwei Motti; ein kürzeres ist den Medaillons eingestochen, ein längeres erscheint in einem Schriftband am oberen Bildrand. Die vierzeilige subscriptio ist ebenfalls in das Rahmenwerk gestochen, das daran anschließende längere Gedicht ist gesetzt.
Der kurze dritte Teil ist auf Therese Kunigunde und die sechs Kinder Max Emanuels bezogen und weist außer einem ganzseitigen Zwischentitelkupfer keine weiteren Illustrationen auf. Das Zwischentitelkupfer bietet jedoch u. a. ein Spiegelemblem mit vier verschiedenen Motti und entsprechenden Spruchbändern, die auf die Bedeutung dieser Motti in Verbindung mit der pictura des Spiegels verweisen. Daher ist dieses Zwischentitelkupfer als vier verschiedene Embleme in die Datenbank aufgenommen worden.
An der graphischen Ausgestaltung der 'Fortitudo Leonina' waren mehrere Künstler beteiligt. Die Titelkupfer der drei Teile gehen auf Entwürfe von Cosmas Asam (1686-1739) zurück und sind von Franz Xaver Joseph Späth (+ 1735), Johann August Corvinus (1683-1738) und Johann Jakob Kleinschmidt (1687-1772) gestochen, an den Portraits war auch Andreas Matthäus Wolfgang beteiligt. Die Embleme im ersten Teil sind unsigniert, die Löwen-Embleme hat Carl Remshart entworfen und gestochen. Format, Umfang und Ausstattung machen die 'Fortitudo Leonina' zum repräsentativen Monumentalwerk, das alle anderen Max Emanuel gewidmeten Huldigungsschriften weit übertrifft.
 
Literatur: Max Emanuel, Nr. 476-479. - Seelig, S. 12 u. 19.
Bibliographie: Praz, S. 565. - Landwehr (1972), Nr. 194/195. - Sinnbild (1991), S. 215.
 
Künstler: Cosmas Asam; Franz Xaver Joseph Späth; Johann Jakob Kleinschmidt; Karl Remshart; Johann August Corvinus
 
Sprache(n): lt.     -     Kollation: (18) Bl., 232 S., (3) Bl., 124 S.     -    Format: 2
Exemplare: BSB: 2 Bavar. 297; Res/2 Bavar. 1618h; Res/2 Bavar. 297 b; Res/2 Bavar. 297 c    -    Signatur: BSB: Res/2 Bavar. 297 c








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Isaac F. Ochsenfurth
Vita, & Gesta Sancti & Gloriosi Martyris Sebastiani, Singularis contra Pestem Patroni, Sub diversorum Emblematum Schemate Rhythmice conscripta, Nec non Documentis Moralibus ac devotis Affectibus ad eundem Sanctum directis illustrata. Leben und Thaten Deß Heiligen und Glor-würdigen Martyrers Sebastiani, Eines sonderbahren Patronen wider die Pest unter der Figur verschiedener Sinn-Bilder, auff Reymen-Arth verfasset. Wie auch Mit Sittlichen Lehr-Stucken / und Gottseeligen zu gedachtem Heiligen gerichten Anmuthungen erleuchtet
Augsburg, Stephan Maystedter, 1694
Gedruckt bei Sebastian Hauser
 
Die emblematische Heiligenlegende des fränkischen Kapuziners Isaac von Ochsenfurt (Ostoviensis, gestorben 1708) erschien zuerst 1693. Ihr Text ist durchgehend zweisprachig (Deutsch und Latein). Die Besonderheit des Buches besteht darin, daß alle 22 picturae - wohl aus Kostengründen - auf dem Frontispiz Platz finden mußten. Die dazugehörigen 22 Kapitel sind alle gleich aufgebaut und enthalten zunächst den lateinischen, dann den deutschen Text. Zu Beginn führt Isaac jeweils eine Episode aus dem Leben und Wirken des heiligen Sebastian (Ende 3. Jahrhundert) an, der Offizier der kaiserlichen Garde war und von Diocletian erst mit Pfeilen schwer verwundet und nach seiner Genesung hingerichtet wurde. Es folgen die Beschreibung der Emblem-pictura und das Motto. Die in Versen gehaltene Deutung mündet in ein Sittliches Lehr-Stuck und ein Gebet.
 
Literatur: LCI 2, Sp. 335. - Wimmer/Melzer/Gelmi: Namen und Heilige, S. 735f. - Stadler: Heiligen-Lexikon, Bd. 5, S. 229-231. - Augustyn: Augsburger Buchillustration, S. 841. - SinnBilderWelten (1999), Nr. 37.
Bibliographie: VD17: 12:117971V. - Kemp/Schilling, S. 306.
 
 
Sprache(n): lt., dt.     -     Kollation: [14] Bl., 467 S. : Frontisp.     -    Format: 8     -     Fingerprint: E-d, s.er s.e, InQu 3 1694A
Signatur: BSB: V.ss 828 d








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