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Abgetrocknete Thränen: Das ist: Von der Wunderthätigen Zäher-trieffenden Bildnus der Gnaden-reichen Gottes-Gebährerin, So zu Pötsch ... an beeden Augen zu weinen angefangen ...; Lob- Preiß- Danck- und Lehr-Discursen, durch fünf und dreyssig, Mit anmuthigen Concepten geist- und weltlichen Historien bereichten Symbolen; So dann auch verschiedenen Predigten
Nürnberg / Frankfurt a. M., Johann Christoph Lochner, 1698
 
Das Werk kann als emblematisches Mirakelbuch angesehen werden, das über den 35 Tage andauernden Tränenfluß eines Marienbildes in Pötzsch im Jahr 1696 informiert und erbauliche Betrachtungen damit verknüpft. Die 35 Kapitel, auch als "Sinnbild" oder "Symbol" bezeichnet, werden von einer knappen Zusammenfassung der nachfolgenden Erläuterung eingeleitet. Darauf folgt jeweils ein emblematischer Holzschnitt, dem ein Motto und ein Bibelzitat eingeschrieben sind, beides lateinisch mit deutscher Übersetzung. Als subscriptio dienen lateinische Verse und ihre deutsche Wiedergabe in Vierhebern. Der darauf folgende Text ist zwar meistens mit dem Bibelzitat überschrieben und wiederholt oft auch die subscriptio, ist jedoch nicht im Sinne eines Prosakommentars auf die Erläuterung des Emblems beschränkt, sondern nutzt dieses als Blickfang und Ausgangspunkt der relativ langen Ausführungen, die auch auf Exempel zurückgreifen. Ein umfassendes Register zu Beginn des Werkes ("Kurtzer Begriff und Auszug Aller in diesen Symbolen sich befindenden Materien") verzeichnet die Motti und Bibelzitate der Embleme sowie die Gliederung der jeweiligen Abhandlung und macht damit die 'Abgetrockneten Thränen' auch als Predigthandbuch nutzbar. Vorgebunden sind zwei Kupferstiche, die das Gnadenbild und den Wiener Altar zeigen, der das Gnadenbild aufgenommen hat.
Im Anschluß findet sich eine Sammlung von sechs Predigten anläßlich der Überführung des Gnadenbildes nach Passau, der ebenfalls ein Emblem vorangestellt ist.
 
Literatur: SinnBilderWelten (1999), Nr. 40.
Bibliographie: Schilling (1980), Nr. 24. - VD17: 12:194589D
 
 
Sprache(n): lt. und dt.     -     Kollation: [1] gef. Bl., [19] Bl., 456, 404 [i.e. 104] S., [8     -    Format: 4     -     Fingerprint: n.en t-en bii, jege 7 1698A
Signatur: BSB: Res/ Hom. 2085 h








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Casimir Füesslin
Theatrum Gloriae Sanctorum Erectum a Venerando P. Fratre Casimiro Füesslin Ord. S. Francisci FF. Recollectorum Provinciae Argentinae. Anno Domini M.DCC.XI. Hoc est Conciones in Festa occurrentia per annum, ex sacris paginis, SS. Patribus, aliisque probatis Authoribus summo studio & labore concinnatae in Usum Verbi Dei Praeconum
Sulzbach, Johann Christoph Lochner, 1711
 
Das 'Theatrum gloriae sanctorum' des Franziskaners Casimir Füesslin, das erstmals 1696 (weitere Auflagen: 1699, 1711, 1728) in Sulzbach erschien, kann als Beispiel der Franziskaner-Emblematik angesehen werden, die in besonderem Maße die Heiligenverehrung durch Emblembücher förderte. So vereinigt das Theatrum 51 Embleme, die insbesondere die Feste der Heiligen und Märtyrer in der Abfolge des Kirchenjahres zu veranschaulichen haben. Jedes Emblem weist zwei Motti auf, die mitunter als Bibelzitat ausgewiesen sind. Die picturae sind meistens sehr komplex gestaltet. Dem Emblem folgt als Überschrift einer Rede ('concio') ein weiteres Bibelzitat, das manchmal mit einem der Motti übereinstimmt und in der Datenbank mit angeführt wird. Die Rede steht in einem thematischen Zusammenhang mit dem Emblem, kann aber nicht als Emblemkommentar im eigentlichen Sinne angesehen werden, denn ihr Verständnis ist nicht auf die Betrachtung der pictura angewiesen.
 
Literatur: SinnBilderWelten (1999), Nr. 46.
Bibliographie: Landwehr (1972), Nr. 300f. - VD17: 12:140664Z (1699)
 
Künstler: S. Arnold; E. Nunzer; Baner
 
Sprache(n): lt     -     Kollation: [10] Bl., 500 [i.e. 498] S., [11] Bl. : Kupfert.     -    Format: 4
Exemplare: UBM: 0001/4 Homil. 229; BSB: Hom. 2096 i (1728); BSB: Hom. 2099 o (1699).    -    Signatur: BSB: 4 Hom. 692 (Das Titelkupfer ist auf 1696 datiert.)








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