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Franz ReinzerJohann Bernhard Caelestin von Rödern
Meteorologia Philosophico-Politica: In duodecim Dissertationes per Quaestiones Meteorologicas & Conclusiones Politicas divisa, appositisque Symbolis illustrata / Honori Augusti Romanorum Regis Josephi I. Inscripta Ab Illustrissimo Domino Joanne Bernardo Caelestino, Sac. Rom. Imp. Comite a Rödern, Austriaco Manseensi; Dum sub gloriosis Eiusdem auspiciis Universam Philosophiam publice propugnandam in Caesareo-Academico Societatis Jesu Gymnasio Lincensi susciperet, & ab eadem Augusta Maiestate per Legatum ... Dn. Franciscum Josephum, S.R.I. Comitem a Lamberg ... aureo torque donaretur, Praeside R.P. Francisco Reinzer, e Societate Jesu
Augsburg, Anton Nepperschmid, 1697
Gedruckt bei Anton Nepperschmid in Augsburg
 
Der Jesuit Franz Reinzer (1661-1708) war als Professor der Rhetorik, Philosophie und Theologie u. a. in Linz, Graz, Wien und Krems tätig. Seine mehrfach aufgelegte lateinische 'Meteorologia' erschien zuerst 1697 und wurde 1712 auch in deutscher Übersetzung verlegt. Das Werk enthält 12 "Abtheilungen" ("Dissertationes" mit einer variierenden Anzahl von "Fragen" ("Quaestiones"), die den naturkundlichen Sachverhalt abhandeln, und diesen zugeordneten 'politischen' "Schluß-Reden" ("conclusiones"), die daraus jeweils eine für das öffentliche Leben relevante Verhaltensmaßregel ableiten und die mit einem Emblem eröffnet werden. Alle Embleme sind mit einem Motto versehen, das im Text noch einmal wiederholt und mit einem deutschen Paarreim übersetzt wird. Die dazugehörige subscriptio liefert die "Schluß-Rede" ebenfalls in lateinischen und deutschen Versen. Die pictura illustriert den erörterten naturkundlichen Sachverhalt und bietet die Möglichkeit einer 'politischen' Auslegung.
Die Embleme sind von Wolfgang Joseph Kadorizi entworfen und größtenteils von Johanna Sibylla Krauß (geb. Küsel) gestochen; auch Jakob Müller (+1703) und Johann Striedbeck (+1714) haben einige Stiche signiert.
 
Literatur: Peil, Concordia, S. 409 u. Abb. 3. - Peil: Staatsmetaphorik, S. 629, 855f., 886, u. Abb. 22, 29. - Christoph Meinel: Natur als moralische Anstalt. Die Meteorologia philosophico-politica des Franz Reinzer, S. J., ein naturwissenschaftliches Emblembuch aus dem Jahre 1698. In: Nuncius. Annali di Storia della Scienza 2 (1987), S. 37-94. - Augustyn (1997), S. 843f. - Künast (1997), S. 1255 (zu Nepperschmid).
Bibliographie: de Backer/Sommervogel, Bd. 6, Sp. 1640f. - Praz, S. 468. - Landwehr (1972), Nr. 492-495. - Lechner, Nr. 43. - Schilling (1980), Nr. 10. - Sinnbild (1991), S. 219. - VD17 12:187699A
 
Künstler: Wolfgang Joseph Kadorizi; Jakob Müller; Johanna Sibylla Krauß; Johann Striedbeck
 
Sprache(n): lt.     -     Kollation: [4] Bl., 297 S., [2] Bl. : Frontisp., zahlr. Ill.     -    Format: 2     -     Fingerprint: emam vaæ- umn- prab 3 1697R
Exemplare: BSB: 2 P. lat. 1226 Beibd. 2; Ausg. 1698: BSB: Res/2 L.eleg.m 94 s; UBM: 0014/W 2 Phys. 73; 1709: BSB: 2 Phys. sp. 22 m; Res/2 Diss. 59; UBM: 2 Phys. 61#3; 1502 / D 4 REIN; ZIKG: SB 297/30 R; Ausg. 1712: BSB: 2 Phys. sp. 22 n; UBM: 2 Phys. 41    -    Signatur: BSB: 2 Diss. 60 Beibd. 1








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Isaac F. Ochsenfurth
Elogia Mariana Ex Lytaniis Lauretanis Deprompta, Ac Sacro Poemate Rythmico, Biblicis Sententiis, ac Figuris, solidis sanctorum Patrum effatis, ac variis probatorum Auctorum Discursibus; Quae omnia In Annotationibus post quaelibet Poemata apponuntur ad longum, luculenter explanata ; Opus non solum fovendae devotioni erga Beatissimam Virginem peropportunum, sed etiam Panegyricis de Eadem sermonibus efformandis accommodatissimum
Augsburg, Johann Philipp Steudner, 1700
Gedruckt bei Anton Nepperschmid in Augsburg
 
Die auch ins Deutsche übersetzte' Elogia mariana' des Kapuziners Isaac von Ochsenfurt (+1708) gehört zum Typus der emblematisch illustrierten 'Lauretanischen Litanei' und steht in der Nachfolge des' Asma poetica', das die Marianische Kongregation in Linz 1636 zusammengestellt hatte. Das Bauprinzip von Werken dieser Art beruht auf der Zuordnung von Illustrationen zu den einzelnen Anrufungen der Litanei. Die rein formale Annäherung an das Emblem ist durch die Dreiteiligkeit gegeben - die über der Illustration erscheinende Anrufung nimmt den Platz des Mottos ein, die Verse unter der pictura können als Entsprechung zur subscriptio verstanden werden -, doch ist es mehr als zweifelhaft, ob derartige formale Korrespondenzen allein schon hinreichen, um die Illustrationen als emblematisch einzustufen. Die 'Elogia mariana', die als 'Marianische Ehren-Titlen' 1703 auch in deutscher Übersetzung erschienen, bringen zu jeder Anrufung eine mitunter sehr komplexe Illustration, der eine subscriptio folgt. Umfangreiche Lieder vertiefen die mit dem jeweiligen Titel verbundene Problematik; sie werden durch 'Annotationes' erläutert.
Traditionelle Bildelemente werden in formaler Orientierung an der Emblematik zum Zwecke der Bildmeditation kontaminiert. In dieser Komplexität gehen die Illustrationen weit über die sonst in der angewandten Emblematik festzustellende Verwendung der Litanei hinaus; mehrfach finden sich Emblemprogramme, die ihre picturae der Litanei entnehmen und die entsprechende Anrufung als Motto dazusetzen und solche Litanei-Embleme mit ‘regelgerechten’ Emblemen kombinieren.
 
Literatur: Lüdicke-Kaute. - Kemp: Emblem, S. 333. - SinnBilderWelten (1999), Nr. 30.
Bibliographie: VD17: 23:241185Z. -
 
 
Sprache(n): lt.     -     Kollation: [9] Bl., 52, 500 S. : Ill.     -    Format: 4     -     Fingerprint: o.NO t,a- l-q, StHo 3 1700A
Exemplare: BSB: Res 4 Asc. 508    -    Signatur: UBM: 0001/4 Homil. 631








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