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Marcus Zuerius Boxhorn
Emblemata politica
Amsterdam, Johann Jansson, 1651
 
Der lateinische Dichter und philologische Schriftsteller Marcus Zuerius Boxhorn (1602-1653) erhielt seine Ausbildung in Leiden, wo er ab 1632 den Lehrstuhl für Beredsamkeit innehatte, den er 1648 abgab, da er im gleichen Jahr Daniel Heinsius auf dem Lehrstuhl für Geschichte nachfolgte. Neben seiner Tätigkeit in der Verwaltung des 'Collegium oratorium' (ab 1636) machte sich Boxhorn insbesondere durch seine Schrift 'Institutionum seu disquisitionum politicarum', einer Abhandlung zur Nationalökonomie, einen Namen.
Die 'Emblemata Politica', eine Sammlung von 17 Sinnbildern, erschienen im Jahr 1651 bei dem Verleger Joannes Janssonius in Amsterdam; sie finden sich als erster Teil neben den Dissertationes 'De Romanorum Imperio' (ebenfalls Marcus Z. Boxhorn) sowie einer Abhandlung über das Gesandtenrecht ('Solutio quaestionis veteris et novae', 1669) aus der Feder des Ochsenfurther Professors für Jurisprudenz Richardus Zoucheus (Anmerkungen von Christian Henelius).
Der Aufbau der Sinnbilder folgt der traditionellen Gliederung in Motto, pictura und subscriptio, die von einem Prosakommentar unterschiedlichen Umfangs eingenommen wird. In seinem Vorwort gibt Boxhorn das Ziel der 'Emblemata' an, das darin besteht, über die Darstellung des 'bonum', 'divinum et humanum' in ihrer wechselseitigen Verschränkung Kriterien des weisen und tugendhaften Herrschers herauszuarbeiten, dessen Grundlage er in einer umfassenden Erkenntnisleistung gegeben sieht: Neben der Erkenntnis Gottes ('ad deum') nennt er die Erkenntnis der anderen ('ad alios'), womit wohl die zahlreichen Exempla aus der griechischen (Herkules, Alexander der Große, Odysseus u.a.) und römischen (Domitian, Hannibal u.a.) Geschichte bzw. Mythologie gemeint sein dürften, sowie die Selbsterkenntnis ('ad se'); als Vergleich dient ihm der Heliotrop, der sich der Sonne zuwendet. Demokrit, Heraklit, Platon, Pythagoras und Sokrates sowie Tacitus, Scipio, Horaz und Plinius dienen als Quelle; hinsichtlich der Rechtfertigung für seine Herrscherbelehrung beruft sich Boxhorn auf die Tradition der Regentenerziehung durch Philosophen, als deren prominenteste Beispiele er Sokrates und Alkibiades sowie Platon und Dionysius anführt.
 
Bibliographie: Landwehr (1988), Nr. 76.
 
 
Sprache(n): lt.
Exemplare: ZIKG: SB 235/12 R    -    Signatur: BSB: Pol.g. 126








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