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Andreas Brunner
Schau-Plaz Bayerischer Helden. Das ist Auführlicher Entwurff aller Bayerischen Herzoge von Teut an Biß auf jezige Zeit in Teutscher Helden-Sprach beschriben von J. U. M.
Nürnberg, Peter Paul Bleul, 1681
Gedruckt bei Stephan Rolk in Oettingen
 
Andreas Brunner (1589-1650) trat 1605 in den Jesuitenorden ein und lehrte nach Abschluß seiner Studien in Dillingen und Freiburg i. Br., bis ihn 1622 Kurfürst Maximilian I. beauftragte, die bayerische Landeschronik fortzusetzen. Da er dieses Werk nicht zur Zufriedenheit seines Auftraggebers abschließen konnte, gab er das Amt des Hofhistoriographen wieder auf und war nach 1637 als Prediger in Innsbruck tätig. Neben historiographischen Werken hat Brunner auch Dramen verfaßt.
Die umfassende Kenntnis der bayerischen Geschichte, wie sie Brunners dreibändiges Werk 'Annales Virtutis et Fortunae Boiorum' (1626-1637) bezeugt, hat den Autor auch zu einem historiographischen Emblembuch befähigt. 1637 erschienen in München die 'Excubiae Tutelares' ('Schutzwache'), ein Werk, das zwar dem Kurfürsten Maximilian I. gewidmet, aber für Ferdinand Maria (1636-1679) bestimmt ist ("Serenissimi Principis Ferdinandi Mariae Francisci Ignatii Wolfgangi,... cunis appositae dicataeque"). Es enthält die Portraits der 60 Vorfahren des Thronfolgers. Unter jedem Portrait findet sich ein Emblem mit einem Motto; die dazugehörige subscriptio folgt zu Beginn des sich anschließenden Kapitels, das die Vorfahren charakterisiert, über deren Handeln berichtet und die daraus zu ziehenden Lehren vermitteln soll.
1680 erscheint unter dem Titel 'Theatrum virtutis' eine Neuauflage des Werkes, die um das Portrait des verstorbenen Kurfürsten ergänzt und seinem Nachfolger Ferdinand Maria gewidmet ist. Einem unbekannten Übersetzer mit den Initialen J. U. M. ist die ein Jahr später erschienene deutsche Ausgabe ('Schau-Plaz bayerischer Helden') zu verdanken, die die alten Stiche in gröberer Ausführung übernimmt.
Eine gekürzte Ausgabe der 'Excubiae' hat Michael Steinmayr in einer lateinischen (1654) und einer deutschen (1655) Fassung herausgegeben (vgl. Nr. ??).1715 wird ein Teil der Embleme für die Huldigungsschrift 'Fortitudo Leonina' (vgl. Nr. ??) übernommen und neu gestochen.
 
Literatur: Sieveke (19??). - SinnBilderWelten (1999), Nr. 194.
Bibliographie: CLE J.99 - VD17: 12:124624K
 
 
Sprache(n): dt.     -     Kollation: [5] Bl., 535 S., [62] Bl., Frontisp., 62 Portr. (K     -    Format: 8     -     Fingerprint: lsrd n.en t;ch WeWu 3 1681A
Exemplare: BSB: Bibl.Mont. 2903; BSB: Res/ Bavar. 500 g; UBM: 8 Hist. 1507 (Kupfer fehlen); UBM: 8 Hist. 524 (Kupfer fehlen, nur Titelkupfer vhd.); UBM: 0014/W 8 Hist. 936    -    Signatur: BSB: Bavar. 500 ga








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