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Guilielmus Hesius
Emblemata sacra de fide, spe, charitate
Antwerpen, Balthasar Moretus, 1636
 
Guilielmus Hesius (Willem van Hees; 1601-1690) trat 1617 in den Jesuitenorden ein. Er lehrte zeitweilig Poesie, Mathematik und Philosophie. Nach der Priesterweihe war er als Prediger eingesetzt und leitete die Jesuitenkollegien in Aalst und Gent sowie als Superior das Professhaus in Antwerpen.
Die 'Emblemata sacra' entstanden bereits um 1624 und sind das wichtigste literarische Werk des Autors Hesius. Es ist nach den drei theologischen Tugenden Fides, Spes und Charitas in drei Bücher aufgeteilt. Jedes Emblem (mit Ausnahme der Widmungs- und Einleitungsembleme zu den einzelnen Büchern) setzt sich aus sieben Komponenten zusammen. Auf das einleitende Bibelzitat und die Nummer des Emblems folgt die pictura, die sehr oft einen Putto (den 'genius emblematicus') bei einer bedeutsamen Aktion zeigt. Das dann folgende Motto gibt zusammen mit der metrischen subscriptio (Buch I: in Hinkjamben, Buch II: in jambischen Trimetern, Buch III: in Hendekasyllabi) einen ersten Aufschluß über den Sinn des Emblems, der nach einer weiteren Überschrift in einer umfangreichen in elegischen Distichen abgefaßten Meditation vertieft wird.
Die Datenbank verzeichnet nicht nur die für jedes Buch neu durchgezählten Embleme, sondern auch die nicht gezählten Widmungs- und Einleitungsembleme und numeriert die Embleme von 1 bis 116 durch. Die in Harsdörffers 'Hertzbeweglichen Sonntagsandachten' nachzuweisenden Übernahmen sind als Rezeptionszeugnisse erfaßt.
 
Literatur: Fidel Rädle, Freundschaft und Liebe - aber himmelwärts. Zu den 'Emblemata sacra' (1636) des Guilielmus Hesius S. J., in: Mentis amore ligati. Lateinische Freundschaftsdichtung und Dichterfreundschaft in Mittelalter und Neuzeit. Festgabe für Reinhard Düchting, hg. von Boris Körkel, Theo Licht und Jolanta Wiendlocha, Heidelberg 2001, S. 373-388. - Jean-Daniel Krebs, Von der Schelde zur Pegnitz oder von den 'Emblemata sacra' zum 'Lehr-Gedicht', in: Simpliciana 6/7 (19..), S. 185-203.
Bibliographie: de Backer / Sommervogel, Bd. 4, Sp. 336f. - Praz, S. 367. - Sinnbild (1991), S. 210.
 
Künstler: J. Chr. Jegher; Eramus Quellinus
 
Exemplare: ZIKG: SB 236/6 R    -    Signatur: BSB: Res/L.eleg.m. 443








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